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Gutachten zum Weiterbau der Rodgau-Ring-Straße erst nach Planung des Baugebiets zw. Jügesheim und Hainhausen

Stadtpolitik

Im Jahr 2013 hatte die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss gefasst, die weiteren Planungen für die Rodgau-Ring-Straße bis 2020 auf Eis zu legen. Grundlage war ein Gutachten, das zum damaligen Zeitpunkt keine Notwendigkeit für einen Ausbau sah. Damit waren die Hoffnungen auf Fördermittel, ohne die der Weiterbau nicht möglich wäre, vom Tisch. Zwei Jahre später änderten sich die Vorzeichen jedoch, als die Kooperation mit ihrem Stadtentwicklungskonzept den Ausbau der Fläche zwischen Jügesheim und Hainhausen forcierte.

Wenn auf den jetzigen Wiesen und Äckern bald Menschen wohnen, dann müssen die sich daraus ergebenden Verkehrsströme genau prognostiziert werden. Möglicherweise werden auch Anpassungen der Infrastruktur notwendig, also auch der Ausbau von Straßen.

Bevor solche weitreichenden Projekte und teure Baumaßnahmen jedoch angegangen werden, sind verlässliche Zahlen notwendig. Bereits bei Verabschiedung des Stadtentwicklungskonzepts 2015 legte die damalige Kooperation fest, dass es einen städtebaulichen Wettbewerb zur Entwicklung der Fläche zwischen Hainhausen und Jügesheim geben solle.

„Nach der Vollendung dieses Wettbewerbs werden wir genauer wissen, in welchen Phasen der Ausbau der Fläche stattfinden und wie die Bebauung aussehen wird. Erst dann können wir seriöse Berechnungen über die zu erwartenden Verkehrsbewegungen anstellen“, erklärt Ralf Kunert, Fraktionsvorsitzender der SPD Rodgau.

Insbesondere wenn es um die Beantragung von Fördermitteln geht, die für ein Großprojekt wie den Weiterbau der Rodgau-Ring-Straße unerlässlich sind, lässt sich schwer mit Vermutungen arbeiten.

„Es ist richtig, dass die dynamische Entwicklung unserer Stadt auch ein erneutes Nachdenken über die Entwicklung der Infrastruktur notwendig macht. Wir haben deshalb gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern den Antrag im Stadtparlament gestellt, zunächst das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs abzuwarten. Dann – spätestens aber 2018 – soll ein umfassendes Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben werden, das die beschlossenen Baugebiete auch in Weiskirchen, Nieder-Roden und Dudenhofen entsprechend berücksichtigen wird“, so Kunert.

Für ein seriöses und vollständiges Gutachten ist zudem unerlässlich, dass die überregionalen Verkehrsströme Beachtung finden. Mitten in der Metropolregion Rhein-Main ist es zwingend, die Gesamtentwicklung zu berücksichtigen. Auch hierzu liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine neuen Erkenntnisse vor.

„Ein Gutachten zum jetzigen Zeitpunkt wäre Verschwendung von Steuergeldern“, fügt Ute Seib hinzu. „Wenn wir wissen wollen, ob diese Straße tatsächlich gebraucht wird, dann benötigen wir vollständige Daten zur Berechnung“, meint auch die Vorsitzende des Ausschusses Umwelt, Energie und Verkehr.