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SPD-Rodgau: Schulsozialarbeit für alle Rodgauer Grundschulen

Stadtpolitik

Unsere Gesellschaft verändert sich und das hat Auswirkungen auf unsere Kinder und damit auf unsere Schulen. Kinder werden in immer jüngerem Alter aus unterschiedlichen Gründen in der Schule auffällig. Sie bringen ihre familiären Probleme mit in die Grundschule, was häufig zu Verhaltensauffälligkeiten führt. Übersteigerter Medienkonsum und unzureichende Ansprache können Auslöser für eine problematische Kommunikationsfähigkeit von Kindern sein. Die Probleme, die schon die Kleinen haben, führen dazu, dem Unterricht nicht folgen zu können oder sich in eine Klassengemeinschaft nicht einzufügen. Um weiterhin einen geregelten Lernbetrieb aufrecht zu erhalten, ist es daher notwendig, auf die speziellen Bedürfnisse dieser Kinder sofort einzugehen.

Da dies heute bereits in den Grundschulen auftritt, diskutierte der SPD-Ortsverein Rodgau in seiner Jahreshauptversammlung einen Antrag, in dem eine Einführung der Schulsozialarbeit in der Grundschule gefordert wird. Der Antrag weist darauf hin, dass es wichtig ist, so früh wie möglich, sich abzeichnende Fehlentwicklungen zu erkennen und durch sozialpädagogische Betreuung auch denen einen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, die Schwierigkeiten damit haben. Das hilft nicht nur einzelnen Kindern, sondern trägt auch dazu bei, positive Lernbedingungen für alle aufrecht zu erhalten.

Es hilft nichts, diese Gründe, die zu dieser Entwicklung führen, zu beklagen und es ist auch häufig nicht möglich, die Lebensumstände, die dazu führen, ändern zu wollen. Man kann auch nicht darauf warten, bis das Land, das eigentlich für das Personal in den Schulen verantwortlich ist, das Problem löst. Das Problem existiert und muss in der Regel schnell gelöst werden. Weil das Land Hessen seiner Verpflichtung auf dem Gebiet der Schulsozialarbeit nicht nachkommt, wird die SPD Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rodgau beauftragt, darauf hinzuwirken, dass an allen Grundschulen in Rodgau ein bedarfsgerechter Ausbau der Schulsozialarbeit erfolgt.

Die Rodgauer Sozialdemokraten vertreten die Ansicht, dass es sich in jedem Fall auszahlt, in die Bildung und damit in die Zukunft unserer Kinder zu investieren. Sie gehen dem Land gegenüber mit ihrem Vorstoß unbürokratisch in Vorleistung, weil ihnen das Wohl der Kinder in Rodgau sehr am Herzen liegt. Sie folgen damit ihrer Maxime, kein Kind zurückzulassen. Unabhängig davon werden sie ihren politischen Einfluss auf die Landesregierung nutzen, um den eigentlich Verantwortlichen zu bewegen, sich dieser Problematik anzunehmen und durch die Bereitstellung entsprechenden Personals dieser Entwicklung entgegenzuwirken.