Eckpunkte eines Gesetzes zur echten Kinderförderung

Veröffentlicht am 20.09.2013 in Presse

Thorsten Schäfer-Gümbel und Ralf Kunert besuchen Kindertagesstätte

In den vergangenen Monaten wurde intensiv über das Kinderförderungsgesetz der schwarz-gelben Landesregierung diskutiert. Trotz einiger Nachbesserungen kurz vor der Verabschiedung lehnten viele Verbände, Praktikerinnen und Praktiker das Gesetz als ungeeignet ab. Auch die SPD sparte nicht an Kritik.

Wie es besser gehen kann, das haben die Sozialdemokraten jetzt in einem Eckpunktepapier veröffentlicht und diskutieren darüber mit dem Menschen im Land. So auch am Montag in Mainhausen. Thorsten Schäfer-Gümbel und Ralf Kunert besuchten gemeinsam mit Bürgermeisterin Ruth Disser, Bundestagskandidat Jens Zimmermann und Corrado di Benedetto das „Klecksehaus“ in Mainflingen. Dort konnten sie mit der Einrichtungsleitung und den Erzieherinnen über die Herausforderungen der Arbeit in der Kindertagesstätte sprechen. Dabei zeigt sich schnell, dass die Grundzüge des Konzepts genau dort ansetzen, wo den Einrichtungen der Schuh drückt.

Im Zentrum stehen dabei kleinere Gruppen und bessere Arbeitsbedingungen. Das ist unter anderem ein Ergebnis der unzähligen Diskussions- und Informationsveranstaltungen, die von der SPD in den letzten Monaten durchgeführt wurden und bei denen immer wieder die direkt betroffenen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und Fachleute ihre Meinungen einbringen konnten.

Bei den Eckpunkten des geplanten Gesetzes formulieren die Sozialdemokaten ganz konkrete Forderungen. Beispielsweise soll die Gruppengröße im U3-Bereich wieder auf 8 – 10 Kinder beschränkt werden, denn insbesondere Kleinkinder brauchen die direkte Zuwendung einer Bezugsperson. Aber auch die Kinder zwischen 3 – 6 Jahren sollen zukünftig in kleineren Gruppen betreut werden. Statt wie bisher 25, sollen die Gruppenobergrenzen schrittweise auf 20 Kinder gesenkt werden.

Neben dieser Qualitätsverbesserung durch eine individuellere Betreuung sollen auch die Betreuungszeiten ausgeweitet werden. Nur so kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verstärkt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Verbesserung der Betreuungsqualität sind angemessene Zeiten für die mittelbare pädagogische Arbeit, beispielsweise zum vor- und nachbereiten. Auch diese Zeiten müssen sich im Fachkraftschlüssel bemerkbar machen. In den Gruppen muss genug Personal vorhanden sein, um das Fehlen von Kolleginnen und Kollegen die Elterngespräche führen, Verwaltungstätigkeiten ausführen oder das pädagogische Angebot vor- oder nachbereiten, auszugleichen.

„Wir dürfen die Kindertagesstätten nicht vom Standpunkt eines Betriebswirts aus sehen. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die SPD zur Gruppenförderung zurückkehren will und nicht mehr für jedes einzelne Kind Zuschüsse zahlt. So erhalten die Einrichtungen Planungssicherheit und die Erzieherinnen können sich auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren und brauchen nicht dauernd Sondertöpfe und Spezialfördermöglichkeiten im Auge zu haben. Kindertagesstätten sollen Kinder individuell und gut betreuen – sie sollen nicht aus ökonomischem Druck gezwungen sein, bestimmte Gruppenzusammensetzungen für maximale Landesförderung anstreben zu müssen“, erklärt Kunert.

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