Ein Tag für Gerechtigkeit und gut bezahlte Arbeit

Veröffentlicht am 02.05.2013 in Presse
Rodgauer Sozialdemokraten feiern den 1. Mai mit vielen Bürgerinnen und Bürgern – Gastredner Jens Zimmermann fordert gesetzlichen Mindestlohn und entschlossenen Kampf gegen Steuerhinterziehung

Am 1. Mai feierten die Rodgauer Sozialdemokraten ihr erstes gemeinsames Fest als Rodgauer Ortsverein. Das Fest auf dem Puiseauxplatz in Nieder-Roden stand ganz im Zeichen der Arbeit. Dies machte schon Ralf Kunert, Fraktionsvorsitzender der Rodgauer Sozialdemokraten und SPD-Kandidat für die Landtagswahl am 22. September, bei seiner Begrüßung deutlich. Er wies darauf hin, dass es in Deutschland einen gespaltenen Arbeitsmarkt gibt – gespalten zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten, zwischen Menschen, die von ihrer Arbeitet leben können und solchen, die trotz Vollzeitstelle auf staatliche Unterstützung angewiesen sind (Aufstocker), aber auch zwischen Frauen und Männern, die für die selben Tätigkeiten immer noch unterschiedlich bezahlt werden.

Als Hauptredner war Jens Zimmermann, SPD-Kandidat für die Bundestagswahl am 22. September, nach Rodgau gekommen. Er knüpfte an die Worte Kunerts an: „Es ist etwas schief im Staat, wenn einerseits die Regierung es zulässt, dass 6,9 Millionen Menschen mit einem Lohn von unter 8,50 Euro nach Hause geschickt werden und andererseits Steuerhinterziehung nicht entschlossen bekämpft wird.“ Zum einen sei diese Schieflage durch einen gesetzlichen Mindestlohn und gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu bekämpfen – beides zentrale Forderungen der SPD. Beim Thema Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit, so Zimmermann, komme es darauf an, „nicht nachsichtig zu sein“. Man müsse mit Staaten, die sich als Steueroasen präsentierten, hart verhandeln. Wie das funktioniert, hätten die USA im Fall Schweiz vorgemacht. Durch ein Abkommen sei nun gewährleistet, dass US-Bürger in der Schweiz kein Schwarzgeld mehr verstecken können. Zimmermann: „Das hat nur mit harten Verhandlungen geklappt. Unser Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat von Kavallerie gesprochen und ist dafür von den Schwarzen und Gelben beschimpft worden. Aber er hat recht gehabt.“ Die schwarz-gelbe Regierung handele bei diesem Thema scheinheilig. „Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt und muss mit viel mehr Nachdruck verfolgt werden“, forderte Zimmermann. Ebenso so scheinheilig gehe die schwarz-gelbe Regierung bei der Rente vor. Hier habe man zynisch den Begriff „Lebensleistungsrente“ in die Welt gesetzt für ein Gesetz, das bedürftigen Rentnern und Rentnerinnen im Endeffekt nur zehn Euro mehr bringen soll. Zimmermann: „Die einzige Partei, die ein schlüssiges Rentenkonzept besitzt, ist die SPD. Es sieht unter anderem vor, dass jeder langjährig Versicherte am Ende eine einigermaßen auskömmliche Rente bekommt, die klar über der Grundsicherung liegt.

Den Gästen der SPD wurde an diesem Tag nicht nur Politik geboten. Für den kleinen und großen Hunger gab es neben Steaks und Würstchen auch eine Paella von Familie Martini sowie eine reich gedeckte Kuchentheke. Kinder konnten sich mit einer Hüpfburg und in einer gut ausgestatteten Spielecke vergnügen. Der Rodgauer Künstler und Kulturpreisträger Gerd Steinle vermittelte in einem Workshop den spielerischen Umgang mit Ton. Als besondere Attraktion trat am Nachmittag die Flamencogruppe des Rodgauer Vereins für multinationale Verständigung „Munavero“ auf. Der Verein war außerdem mit einem Stand vertreten, an dem er über seine Arbeit informierte. Für die musikalische Unterhaltung sorgte in bewährter Weise das Duo „Vital“ mit Eva und Egon Roth. Insgesamt war es ein gelungenes Fest, das viele Gäste trotz des durchwachsenen Wetters auf den Puiseauxplatz lockte. Es zeichnete sich aus durch eine gute Stimmung, viele Kontakte und hat Gästen und Akteuren viel Spaß bereitet.

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