Gerecht vom Acker zum Bauplatz

Veröffentlicht am 14.01.2011 in Kommunalpolitik

Rodgauer Sozialdemokraten begrüßen die Entwicklung von zwei Baugebieten über die HLG

Die Rodgauer Stadtverordnetenversammlung hat in der Sitzung vom 06. Dezember beschlossen, zwei Baugebiete mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) zu entwickeln und zu erschließen. Es betrifft die geplanten Wohnbaugebiete H17, „Hainhausen West“ und J41 „Auf den Bruchgärten“ in Jügesheim.

Die HLG ist ein gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen für Städte und Gemeinden, das sich größten Teils im Besitz des Landes Hessen befindet. Sie erwirbt im Namen der Stadt Grundstücke, um sie anschließend nach der Erschließung als Bauland an die bisherigen Eigentümer oder andere Interessenten zu verkaufen. Dadurch soll erreicht werden, dass Grundstücke zeitnah und zu vermarktbaren Preisen bereitgestellt werden können.

Der Vorteil für Rodgau besteht darin, dass die Stadt keine Vorfinanzierung für Strassen und sonstige Einrichtungen bereitstellen muss. Zusätzlich wird sichergestellt, dass eine zügige Bebauung der Grundstücke erfolgt und somit Baulücken vermieden werden. Angesichts der Schuldenlast, die auf Rodgau liegt, stellt dieses Verfahren einen gangbaren Weg zur städtebaulichen Weiterentwicklung dar, bei dem gegebenenfalls sogar Planungsgewinne erzielt werden können. Auf diese Weise können auch zukünftig städtebauliche Planungen zeitnah und kostengünstig umgesetzt werden. Das Verfahren ist sehr transparent und wird durch die Stadt gesteuert.

Da die HLG für ihre Leistungen nur eine Bearbeitungsgebühr berechnet, entstehen für die Käufer nur geringe zusätzliche Mehrkosten. Die Grundstücke können entweder voll erschlossen oder auch nicht erschlossen erworben werden. Das Verfahren besitzt eine preissteuernde Wirkung und bietet Bauwilligen Grundstücke zu erschwinglichen Preisen. Sollten sich allerdings Grundstücke in einem Zeitraum von zehn Jahren nicht vermarkten lassen, so gehen sie zu einem Mindestpreis an die Stadt.

Die Rodgauer Sozialdemokraten fordern schon seit Jahren, diesen Weg der Bodenbevorratung mit der HLG zu gehen. Bisher war es leider oft so, dass einige wenige Grundstückseigentümer durch den Verkauf ihres zu Bauland gewordenen Ackers riesige Gewinne erzielt haben, während die Stadt teilweise auf den Kosten für die Infrastruktur eines neuen Baugebiets sitzengeblieben ist. Dazu gehören nämlich nicht nur Straßen, Wasser, Abwasser, sondern auch Betreuungsplätze für Kinder und anderes. Außerdem treibt die ungelenkte Vermarktung von Bauland oftmalös die Preise derart nach oben, dass sich die meisten jungen Familien mit Kindern ein solche Baugrundstück nicht mehr leisten können.

„Wir sind der Auffassung, dass die enormen Wertsteigerungen, die Grundstücke erhalten, wenn sie zu Bauland werden, gerechter verteilt werden sollten“, begründet Stefan Vogler, der Fraktionsvorsitzende der Rodgauer Sozialdemokraten, diese Forderung. Bürgermeister Hoffmann und sein Magistrat haben dies aufgegriffen und für die beiden neuen Baugebiete umgesetzt.

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