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Ortsgespräch in Rodgau-Hainhausen „Am Ortsbrunnen“

Stadtpolitik

Offen ging Bürgermeister Jürgen Hoffmann in das Ortsgespräch, zu dem er die Anwohner in Hainhausen-West am 19. August am Ortsbrunnen in Hainhausen eingeladen hatte. „Ihr bestimmt die Themen“, so eröffnete er den lebhaften Dialog mit den Gästen.

Unvermeidlich das Thema Verkehr. Hier konnte Hoffmann auf seine berufliche Erfahrung und seine gute Ortskenntnis setzen. Er machte viele Widersprüche deutlich, die sich aus den unterschiedlichen Interessen der Anwohner ergeben, zeigte sich aber auch für Anregungen offen. So sagte er die Beseitigung von Ungereimtheiten in der Beschilderung zu. Bei vielen Problemen des Alltags regte er eine intensivere Kommunikation mit den Mitmenschen an, denn nicht überall kann die Ordnungsmacht erfolgreich einschreiten. Schließlich kam die Runde auf die kostenlosen Kindergärten zu sprechen.

Hierzu stellte Hoffmann fest, dass es sich um eine Maßnahme handelt, die man im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung sehen solle. „Wir wissen heute, dass es im Jahr 2030 zwanzig Prozent weniger Eltern geben wird und dass es im Jahr 2040 bereits 40 Prozent weniger sein werden“, stellte er fest. Diese Entwicklung habe nicht nur Einfluss auf eine älter werdende Bevölkerung, sie ziehe auch massive Einbußen bei den städtischen Einnahmen aus der Einkommensteuer nach sich. Um dem entgegenzuwirken, muss Rodgau attraktiv sein für junge Familien und ihnen den Zuzug durch Ausweisung neuer Baugebiete ermöglichen. „Die Anziehungskraft für junge Familien steigern wir durch ein verstärktes Angebot an Arbeitsplätzen in Rodgau, durch ausreichende Betreuungsplätze, durch kostenfreie Kindergärten und durch attraktive Baugebiete im Grünen“, so Hoffmann.

Damit skizzierte er einen Schwerpunkt seines politischen Handelns. Die kostenfreien Kindergärten sind Teil eines Gesamtkonzepts, das die Zukunftsfähigkeit Rodgaus als dynamische Kommune mit einer ausgewogenen Altersstruktur im Blick hat.

Natürlich gab es auch Fragen zum neuen Baugebiet H17. Im Frühjahr 2016 startet die Entwicklung des Geländes. Das Baugebiet bekommt einen lockeren Charakter mit viel Grün, ähnlich dem „Bruchgraben“ in Jügesheim.  Die Preise liegen im ortsüblichen Rahmen. Die Zusammenarbeit mit der hessischen Landgesellschaft sei, laut Hoffmann, sehr zufriedenstellend verlaufen. Mit dem Bau erledigt sich auch das Thema „Brötchenweg“.

Dass es in der August-Neuhäusel-Straße nicht voran gehe, läge an den Eigentümern der dortigen Grundstücke, die Stadt sei hier nur im Besitz des Geländes des alten Feuerwehrhauses. „Wir haben versucht, die Eigentümer zu motivieren etwas zu unternehmen, bisher aber leider ohne Erfolg“, so Hoffmann.

Insgesamt begrüßte die Versammlung die Erläuterungen des Bürgermeisters, und er schloss die Veranstaltung mit einem Aufruf, sich weiterhin für die Belange der Stadt zu interessieren, die demokratischen Möglichkeiten zu nutzen, die Wahl ernst zu nehmen und auf jeden Fall wählen zu gehen.

Bildunterschrift: Ortsgespräch im Quartier: Rodgauer Bürgermeister, Jürgen Hoffmann, im Gespräch mit Anwohnern in Hainhausen-West.