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SPD-Fraktion begutachtet Rodgauer Wald

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Ein weiterer Termin der diesjährigen Sommertour führte die SPD-Fraktion Rodgau in den Wald beim Wasserwerk des Zweckverbands der Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO), um sich unter der fachkundigen Führung des Revierförsters Jan-Tuomas Koski einen Eindruck über den Zustand des heimischen Forsts zu machen. Dabei stieß man nicht nur auf die sichtbaren Sturmschäden des Vorjahres (50.000 bis 60.000 Festmeter Sturm- und Schadholz sind dabei angefallen), die nach wie vor das Bild prägen, sondern erhielt auch Informationen über die Kiefer, dem „Brotbaum“ im Rodgauer Stadtwald. 78 Prozent aller Bäume im Stadtwald sind Kiefern. Die Fichte (nur 0,8 Prozent) ist durch den Borkenkäferbefall fast verschwunden. Viele Kiefern in den Randbereichen der Rodgauer Waldgebiete haben braune Baumkronen und sind vom Diplodiapilz befallen. Geschwächt durch die Hitze waren sie leichte Beute für den Pilz und werden nun ebenfalls gefällt. Auch Buchen leiden unter der Trockenheit und benötigen den Schutz der Baumkronen, um richtig wachsen zu können. Dies ist aktuell nicht gegeben. Neue Baumsetzlinge werden erst nachgepflanzt, wenn alle Flächen geräumt sind. Zwischen all den umgeknickten und gefällten Bäumen entsteht mittlerweile aber auch langsam wieder neues Leben. „Wir sind zwar am planen, müssen aber auch ausprobieren und Neues versuchen und dann hoffen, dass der Baumbestand sich wieder erholt“, so Koski zu den anwesenden SPD-Fraktionsmitgliedern. Vieles, was jetzt angegangen wird, wird erst einige Generationen später sichtbar werden.


„Es schmerzt, was dieser Sturm, der nur wenige Momente andauerte, in dieser kurzen Zeit angerichtet und unwiederbringlich genommen hat“, stellt Ralf Kunert, Fraktionsvorsitzender der SPD Rodgau, fest. „Die politischen Gremien werden sich noch sehr intensiv mit diesem Katastrophenfall vom August 2019 auseinandersetzen müssen, wenn auch der tatsächliche monitäre Schaden feststeht und die Strategien zum Umgang mit dem Großschaden, aber auch mit den Klimaveränderungen in unserer Region, beraten werden müssen.“
Auch wie es um die Biotope bestellt ist, wurde erfragt und an entsprechenden Stellen aufgezeigt. Mit Blick auf den Klimawandel soll die Biodiversität gesteigert, sowie Mischwälder gefördert werden. Diese sollen stabiler gegen Klimaveränderungen sein. Die Naturverjüngung soll genutzt werden. Das Baumsterben durch den Klimawandel lässt die Artenvielfalt jedoch auch aufblühen. Doch nur unter bestimmten Bedingungen. Für die Zukunft sei vor allem Geduld wichtig, betont Koski.
 

 
 

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