Mobilitätskonzept - Mehr Fortschritt wagen, auch in Rodgau

Die neue Bundesregierung hat sich den Slogan „Mehr Fortschritt wagen“ gegeben. Fortschritt gibt es schon seit über 15 Jahren in der größten Stadt im Kreis Offenbach. Seit der Gebietsreform wuchs unsere Stadt – durch die Einwohner und durch den Wohnraum, der für sie geschaffen wurde.

 

 Die SPD-Fraktion Rodgau hat die Ergebnisse der Bestandsaufnahme des Mobilitätskonzepts der Stadt Rodgau vom Juni 2021 ausführlich analysiert und mit der Kooperation, bestehend aus den Fraktionen der SPD, Grünen, FDP, Freien Wählern Rodgau und der Tierschutzpartei einen Antrag auf den Weg gebracht. Darin sehen wir vor, dass basierend auf der verkehrlichen Bestandsanalyse vom Juni 2021, Maßnahmen und Lösungsszenarien entwickelt werden.

 

 Die Bestandsanalyse zeigt viele Ansätze auf, wie die Umweltbelastungen durch den Autoverkehr gesenkt und der Fuß- und Radverkehr durch einfache, gezielte Maßnahmen gestärkt werden kann.

 

 „Der systematische Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur spielt in dem Mobilitätskonzept eine wichtige Rolle. Das Rad ist einer der wenigen emissionsfreien Verkehrsträger. Daher soll bis 2023 priorisiert der Ausbau der Rad-Infrastruktur erfolgen. Letztlich müssen in dem Konzept aber alle Verkehrsteilnehmer Berücksichtigung finden. Die Herausforderungen hierfür sind von Ortsteil zu Ortsteil ganz unterschiedlich und daher ist für uns klar, dass wir die Rodgauer*innen im Rahmen von Bürgerveranstaltungen mitnehmen“, erklärt Felix Deister, SPD-Fraktionsvorsitzender.

 

Ergänzt wird der Antrag durch den Auftrag in den öffentlichen Fachausschüssen den gesamten Prozess zu begleiten. „Dies ist uns sehr wichtig, um dafür zu sorgen, dass der Prozess dieser großen Aufgabe, die wir vor uns haben, transparent verläuft“, fügt Ute Seib, Fraktionssprecherin für Umwelt, Energie und Verkehr hinzu. „Mit dem neuen Mobilitätskonzept haben wir eine verantwortungsvolle Aufgabe vor uns. Die Verkehrswende kann ein Schritt zur neuen Lebensqualität sein und führt vielleicht dadurch auch zu einem neuen Bewußtsein auch für den Klimaschutz."

 

Ein Ziel- und Maßnahmenkatalog soll der Stadtverordnetenversammlung bis zu ihrer Sitzung Ende 2022 zum Beschluss vorgelegt werden. Das Ziel ist im Blick und die Kooperation fest entschlossen, auch an der Stelle für Fortschritt zu sorgen."

SPD-Fraktion wählt Felix Deister zu ihrem Vorsitzenden






Die Rodgauer Sozialdemokraten wählten in ihrer konstituierenden Sitzung Felix Deister zu ihrem neuen Fraktionsvorsitzenden. Als seine Stellvertreterinnen wurden Patricia Knoll und Jutta Dahinten gewählt. Die SPD-Fraktion führt damit den eingeschlagenen Weg der Erneuerung fort und verjüngt die Fraktionsspitze. Von den acht Fraktionsmitgliedern sind außerdem vier im Juso-Alter.

„Es sind alle gefordert, sich aktiv einzubringen und mitzugestalten, um das Profil der Rodgauer Sozialdemokraten zu schärfen und für den progressiven Wandel zu streiten“, so Felix Deister. „Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam mit unseren Bündnispartnern zielführend und kollegial zusammengearbeitet.

Nun gilt es den gemeinsamen Kurs fortzusetzen und für unsere Wähler*innen eine starke progressive Politik zu betreiben.“Die SPD-Fraktion sieht sich trotz des schwierigen Wahlausgangs gut aufgestellt und bedankt sich für das Vertrauen ihrer Wählerinnen und Wähler. "Wir alle freuen uns auf die Chance, weiterhin in der Gemeindevertretung für eine weltoffene und lebenswerte Stadt für alle Menschen zu kämpfen", so Deister.





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Der plötzliche Tod von Thomas Oppermann hat uns sehr betroffen gemacht. Wir trauern um einen kämpferischen Demokraten, langjährigen Bundestagsabgeordneten und geschätzten Genossen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Ihnen und allen Angehörigen wünschen wir viel Kraft.

SPD-Fraktion begutachtet Rodgauer Wald


Ein weiterer Termin der diesjährigen Sommertour führte die SPD-Fraktion Rodgau in den Wald beim Wasserwerk des Zweckverbands der Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO), um sich unter der fachkundigen Führung des Revierförsters Jan-Tuomas Koski einen Eindruck über den Zustand des heimischen Forsts zu machen. Dabei stieß man nicht nur auf die sichtbaren Sturmschäden des Vorjahres (50.000 bis 60.000 Festmeter Sturm- und Schadholz sind dabei angefallen), die nach wie vor das Bild prägen, sondern erhielt auch Informationen über die Kiefer, dem „Brotbaum“ im Rodgauer Stadtwald. 78 Prozent aller Bäume im Stadtwald sind Kiefern. Die Fichte (nur 0,8 Prozent) ist durch den Borkenkäferbefall fast verschwunden. Viele Kiefern in den Randbereichen der Rodgauer Waldgebiete haben braune Baumkronen und sind vom Diplodiapilz befallen. Geschwächt durch die Hitze waren sie leichte Beute für den Pilz und werden nun ebenfalls gefällt. Auch Buchen leiden unter der Trockenheit und benötigen den Schutz der Baumkronen, um richtig wachsen zu können. Dies ist aktuell nicht gegeben. Neue Baumsetzlinge werden erst nachgepflanzt, wenn alle Flächen geräumt sind. Zwischen all den umgeknickten und gefällten Bäumen entsteht mittlerweile aber auch langsam wieder neues Leben. „Wir sind zwar am planen, müssen aber auch ausprobieren und Neues versuchen und dann hoffen, dass der Baumbestand sich wieder erholt“, so Koski zu den anwesenden SPD-Fraktionsmitgliedern. Vieles, was jetzt angegangen wird, wird erst einige Generationen später sichtbar werden.


„Es schmerzt, was dieser Sturm, der nur wenige Momente andauerte, in dieser kurzen Zeit angerichtet und unwiederbringlich genommen hat“, stellt Ralf Kunert, Fraktionsvorsitzender der SPD Rodgau, fest. „Die politischen Gremien werden sich noch sehr intensiv mit diesem Katastrophenfall vom August 2019 auseinandersetzen müssen, wenn auch der tatsächliche monitäre Schaden feststeht und die Strategien zum Umgang mit dem Großschaden, aber auch mit den Klimaveränderungen in unserer Region, beraten werden müssen.“
Auch wie es um die Biotope bestellt ist, wurde erfragt und an entsprechenden Stellen aufgezeigt. Mit Blick auf den Klimawandel soll die Biodiversität gesteigert, sowie Mischwälder gefördert werden. Diese sollen stabiler gegen Klimaveränderungen sein. Die Naturverjüngung soll genutzt werden. Das Baumsterben durch den Klimawandel lässt die Artenvielfalt jedoch auch aufblühen. Doch nur unter bestimmten Bedingungen. Für die Zukunft sei vor allem Geduld wichtig, betont Koski.