Schrift kleiner Schrift größer

 

Frauenfilm

Wegen Coronakrise unterbrochen
 

OrtsvereineSPD-Neujahrsempfang 2020

​​​

Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, bei seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der Rodgauer Sozialdemokraten.

Am 28. Januar hatte der SPD-Ortsverein Rodgau zum diesjährigen Neujahrsempfang eingeladen. Prominenter Gastredner war in diesem Jahr Lars Klingbeil, seit zwei Jahren Generalsekretär der SPD. In seinem Jahresrückblick beschrieb Klingbeil die Leistungen der SPD in der Regierung. Er hob hervor, dass es gelungen sei, durch massive Investitionen in Bildung und Digitalisierung die Länder in ihrem Bildungsauftrag zu unterstützen. „Es ist ein besonderes Anliegen der SPD, für exzellente Bildung zu sorgen. Damit sichert die Partei Aufstiegschancen und den Erhalt unserer technologischen Spitzenstellung“, so Klingbeil. Ebenso wichtig sei es der Sozialdemokratie, die Vermögenden und das Kapital stärker an der Finanzierung der Gemeinschaftsaufgaben zu beteiligen. Die dadurch zusätzlich gewonnenen Mittel sollten der Finanzierung von Bildung und Infrastruktur dienen. Damit könne unsere Wettbewerbsfähigkeit und der ökonomische Erfolg gesichert werden.

Ziel der SPD sei es außerdem, die Ökonomie stärker am Gemeinwohl zu orientieren. Gemeinsam mit den Gewerkschaften arbeite die Partei daran, eine gerechtere Verteilung des gemeinsam Erwirtschafteten zu erzielen. Sie betrachte es als ihre Aufgabe, die Rahmenbedingen nicht nur für profitable Arbeit in der Industrie sondern auch in den Bereichen von Betreuung, Pflege und Service herzustellen. Es gelte immer wieder deutlich zu machen, dass die SPD die Partei der Arbeit, des Fortschritts und der Verlässlichkeit sei. Ebenso wie in der Finanz- und Wirtschaftpolitik verfolge die SPD auch in der Umweltpolitik den Ansatz, den Herausforderungen durch eine soziale Politik, die sich am Menschen orientiere, zu begegnen.

In der Regierung sei die SPD der Motor. Mit dem Bildungspaket, dem gute Kita-Gesetz, den Beschlüssen zur Rente und Grundrente, dem Klimaschutzgesetz und dem Gesetz zum Kohleausstieg wies er auf wesentliche Vorhaben hin, die in vergangenen Jahr verabschiedet worden seien. „Wenn ich an Söders Stelle wäre“, so Klingbeil, „würde ich mir auch eine Verjüngung meiner MinisterInnen wünschen. So aber bin ich mit den Leistungen unserer sozialdemokratischen Mitglieder des Kabinetts hoch zufrieden“.

Für das neue Jahr wünsche er sich, wieder mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft. Die Demokratie lebe von Respekt und Toleranz bei der Aushandlung von Kompromissen. Er wünsche sich auch mehr klare Kante auf allen Ebenen der Gesellschaft gegen demokratiefeindlichen Hass und die daraus folgende Gewalt. Ziel der SPD sei es, Brücken zu bauen und durch soziale Gerechtigkeit für mehr Fairness und Toleranz zu sorgen. Er wünsche sich für das kommende Jahr von seiner Partei mehr Mut, mehr Selbstbewusstsein und mehr gute Laune und natürlich mehr Zuspruch.

Der Einladung der SPD waren viele Rodgauer und viele Gäste aus dem Kreis-Offenbach gefolgt. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von den Trompetern der Abteilung Doppel(s)pass, der Alten Herren der Sportvereinigung Weiskirchen, deren fetzige Musik viel Zuspruch erhielt.

 

 

Veröffentlicht am 30.01.2020

 

OrtsvereineZukunft der Arbeit im Zeichen von Klimawandel und Digitalisierung

Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Einklang bringen

 

Am 23. Januar diskutierten die Rodgauer Sozialdemokraten unter der Überschrift: „Zukunft der Arbeit im Zeichen von Klimawandel und Digitalisierung“, über die Folgen für den industriellen Kern der Wirtschaft. Eingeladen waren: Marita Weber von der IG-Metall, Hans-Joachim Jungbluth von Hessenmetall und Dr. Jens Zimmermann, Bundestagsabgeordneter der SPD. Für unsere Wirtschaft ist die Industrie von besonderer Bedeutung. Sie sie ist mit Innovationen und attraktiven Produkten Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Dank einer starken Gewerkschaft bietet die Industrie profitable Arbeitsplätze für 25 Prozent aller Beschäftigten. Diesem Bereich unserer Wirtschaft ist es zu verdanken, dass wir 2008 gut durch die Finanzkrise gekommen sind.

Die Industrie ist von den Änderungen der Energieumstellung in Folge des Klimawandels und von der gleichzeitigen Digitalisierung besonders betroffen. Die Veränderungen betreffen nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihre Herstellungsprozesse. Der Wandel ist daher so rasant und durchgreifend, dass es für Firmen, wie Mitarbeiter schwierig wird mitzuhalten. Sehr viele Arbeitsplätze werden wegfallen, allerdings auch ebenso viele neu aufgebaut werden. Hierzu tragen im Bereich des Maschinenbaus und der Elektrotechnik ganz wesentlich Produkte zur Erzeugung von erneuerbaren Energien bei. Neue Produktionsverfahren schonen die Umwelt und Digitaltechnologien erleichtern viele Tätigkeiten.

Für viele Beschäftigte bedeutet es, sich neu zu orientieren und in neuen Arbeitsfeldern zu qualifizieren. Dies gelingt in großen Konzernen leichter als in kleinen und mittleren Unternehmen. Im Gegensatz dazu sind es die kleinen und mittleren, die wesentlich flexibler und schneller auf technologische Veränderungen reagieren können. Für unsere arbeitsteilige Gesellschaft bietet die Digitalisierung viele Chancen gerade die Zusammenarbeit der vielen Zulieferer effizienter und produktiver zu organisieren.

Fazit der Veranstaltung: die Ernsthaftigkeit der Veränderungen ist bei Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik angekommen. Die Arbeitgeber kümmern sich um die Veränderungen ihrer Produkte und Prozesse, Gewerkschaften verhindern, dass die Arbeitnehmer dabei nicht unter die Räder kommen und die Politik unterstützt den Strukturwandel, wie beispielsweise in der Kohleindustrie. Gemeinsam finanzieren und fördern sie Maßnahmen zur Umschulung und Qualifizierung von Beschäftigten. Die Bewältigung der Aufgabe ist ambitioniert, dennoch stimmen die Hauptakteure darin überein, dass sie an einem Strang ziehen und in gemeinsamer Anstrengung den Wandel schaffen werden.

Die SPD sieht es als ihre Aufgabe an, den Wandel zu begleiten, die Erderwärmung zu begrenzen und auch in Zukunft für profitable Arbeit zu sorgen. Dabei ist es Anspruch der Sozialdemokratie, Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Einklang zu bringen.

Veröffentlicht am 27.01.2020