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Zukunft der Arbeit im Zeichen von Klimawandel und Digitalisierung

Ortsvereine

Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Einklang bringen

 

Am 23. Januar diskutierten die Rodgauer Sozialdemokraten unter der Überschrift: „Zukunft der Arbeit im Zeichen von Klimawandel und Digitalisierung“, über die Folgen für den industriellen Kern der Wirtschaft. Eingeladen waren: Marita Weber von der IG-Metall, Hans-Joachim Jungbluth von Hessenmetall und Dr. Jens Zimmermann, Bundestagsabgeordneter der SPD. Für unsere Wirtschaft ist die Industrie von besonderer Bedeutung. Sie sie ist mit Innovationen und attraktiven Produkten Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Dank einer starken Gewerkschaft bietet die Industrie profitable Arbeitsplätze für 25 Prozent aller Beschäftigten. Diesem Bereich unserer Wirtschaft ist es zu verdanken, dass wir 2008 gut durch die Finanzkrise gekommen sind.

Die Industrie ist von den Änderungen der Energieumstellung in Folge des Klimawandels und von der gleichzeitigen Digitalisierung besonders betroffen. Die Veränderungen betreffen nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihre Herstellungsprozesse. Der Wandel ist daher so rasant und durchgreifend, dass es für Firmen, wie Mitarbeiter schwierig wird mitzuhalten. Sehr viele Arbeitsplätze werden wegfallen, allerdings auch ebenso viele neu aufgebaut werden. Hierzu tragen im Bereich des Maschinenbaus und der Elektrotechnik ganz wesentlich Produkte zur Erzeugung von erneuerbaren Energien bei. Neue Produktionsverfahren schonen die Umwelt und Digitaltechnologien erleichtern viele Tätigkeiten.

Für viele Beschäftigte bedeutet es, sich neu zu orientieren und in neuen Arbeitsfeldern zu qualifizieren. Dies gelingt in großen Konzernen leichter als in kleinen und mittleren Unternehmen. Im Gegensatz dazu sind es die kleinen und mittleren, die wesentlich flexibler und schneller auf technologische Veränderungen reagieren können. Für unsere arbeitsteilige Gesellschaft bietet die Digitalisierung viele Chancen gerade die Zusammenarbeit der vielen Zulieferer effizienter und produktiver zu organisieren.

Fazit der Veranstaltung: die Ernsthaftigkeit der Veränderungen ist bei Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik angekommen. Die Arbeitgeber kümmern sich um die Veränderungen ihrer Produkte und Prozesse, Gewerkschaften verhindern, dass die Arbeitnehmer dabei nicht unter die Räder kommen und die Politik unterstützt den Strukturwandel, wie beispielsweise in der Kohleindustrie. Gemeinsam finanzieren und fördern sie Maßnahmen zur Umschulung und Qualifizierung von Beschäftigten. Die Bewältigung der Aufgabe ist ambitioniert, dennoch stimmen die Hauptakteure darin überein, dass sie an einem Strang ziehen und in gemeinsamer Anstrengung den Wandel schaffen werden.

Die SPD sieht es als ihre Aufgabe an, den Wandel zu begleiten, die Erderwärmung zu begrenzen und auch in Zukunft für profitable Arbeit zu sorgen. Dabei ist es Anspruch der Sozialdemokratie, Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Einklang zu bringen.