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„Wir dürfen nicht warten, bis es zu spät ist!“

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SPD-Rodgau will Sozialarbeit auch an Grundschulen

Für eine Einführung der Schulsozialarbeit schon in der Grundschule will sich die SPD-Rodgau stark machen. Die Erkenntnisse aus dem letzten Sozialausschuss, in dem genau dieses Thema behandelt wurde, bestätigt die Partei in ihrer Haltung.

„Die heutige Situation ist nicht mit derjenigen vor dreißig oder vierzig Jahren vergleichbar. Kinder werden heute nicht in der Pubertät zum ersten Mal auffällig, sondern häufig bereits in der Grundschule. Wir müssen früh gegensteuern und gerade Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen optimal begleiten, noch bevor sie überhaupt auf die schiefe Bahn geraten. Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, dann ist es häufig zu spät, effektiv einzuschreiten“, so Ralf Kunert, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rodgauer Stadtparlament.

Kunert ist seit fast vier Jahren Elternvertreter in der Grundschule. Er kennt deshalb die Verhältnisse aus erster Hand: „Die Vorstellung, dass in der Grundschule die gesellschaftlichen Probleme noch nicht sichtbar würden, ist von der Realität längst überholt, wenn sie überhaupt je gestimmt hat. Tatsächlich werden die Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer täglich mit den Veränderungen in unserer Gesellschaft konfrontiert. Es ist deshalb dringend notwendig, dass sie gut unterstützt werden – ganz besonders im Sinne der Kinder.“

Viele Kinder bringen heute ihre familiären Probleme mit in die Grundschule, was häufig zu Verhaltensauffälligkeiten führt. Auch übersteigerter Medienkonsum und/oder unzureichende Aufmerksamkeit sind oftmals Auslöser für eine problematische Kommunikationsfähigkeit der Kinder. Die Kindertagesstätten können diese Defizite nicht alleine ausgleichen und so häufen sich bei den Kindern Misserfolge, die zu Frust führen können, der nicht selten in Mobbing und Gewalt gegen andere ihren Ausdruck findet.

„Die SPD-Rodgau hat deshalb bereits in ihr Wahlprogramm den Ausbau der Schulsozialarbeit an Grundschulen aufgenommen. Auch im Kooperationsvertrag mit unseren Partnern ist dieses Thema verankert“, erklärt der Vorsitzende der SPD Rodgau, Jürgen Kaiser.

„Durch unsere gute Arbeit der letzten Jahre und die starke Konjunktur haben wir schneller als erwartet einen ausgeglichenen Haushalt erreicht. Wir haben damit wieder Gestaltungsspielraum gewonnen, um unseren Schwerpunkt - gute Sozial- und Bildungspolitik – weiter auszubauen. Einer der ersten Punkte, den wir gemeinsam mit unseren Partnern angehen wollen, ist die Schulsozialarbeit an Grundschulen“, so Kunert abschließend.