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SPD: Zur Verkehrssituation in Rodgau

Lokalpolitik

SPD-Rodgau zu Rodgau-Ring-Straße und Durchstich in Hainhausen



Die Kooperation hat in der Stadtverordnetenversammlung am 14.12.2020 die miteinander verknüpften Anträge der CDU- und der ZmB-Fraktion zum Haushaltsplan 2021 bezüglich des Weiterbaus der Rodgau-Ring-Straße und der Querspange in Hainhausen abgelehnt. Für Patricia Knoll von der SPD kommt das Verkehrsgutachten zu völlig anderen Ergebnissen. Nur mit dem Wachstum der Stadt Rodgau für mehr Straßenbau zu votieren, geht völlig am heutigen Mobilitätsverhalten der Bürger vorbei. Eine zukunftsfähige Verkehrsplanung beinhaltet ein Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger.

Die B45-alt ist die Haupterschließungsachse der Stadt Rodgau. Daher ist sie die am stärksten belastete Straße in Rodgau. Von Nieder-Roden im Süden bis Weiskirchen im Norden liegt die Belastung bei über 10.000 Fahrzeugen am Tag, wobei die höchste Belastungen in Dudenhofen und Jügesheim auftreten.

Das in der Ausschusssitzung vorgelegte Gutachten zeigt sehr deutlich die verschiedenen Verkehrsströme auf. Der Weiterbau der Rodgauring-Straße würde nur zu einer Auslastung von 8900 Fahrzeugen führen. Die Reduzierung des Verkehrs in Weiskirchen würde ca. 14% betragen. 86% des Verkehrs ist Ziel- und Quellverkehr und tangiert in keiner Weise einen erfolgten Weiterbau der Rodgauring-Straße.

Zudem ist eine Auslastung von 8900 Fahrzeugen pro 24 Stunden von Seiten des Landes Hessen kaum förderwürdig. Das heißt, dass die Stadt Rodgau die Kosten von etwa 10 Mio. Euro alleine tragen müsste.

Vergleichbares gilt für den Durchstich in Hainhausen. Er führt nicht zu einer Reduzierung des Verkehrs, sondern zu einer Verlagerung. Wenn wir hier den Verkehr neu ordnen, so heißt das weniger Belastung an einer Stelle in Hainhausen, jedoch mehr Belastung in Jügesheim. Zudem führt der Durchstich von der Rodgauring-Straße zur B45-neu am Wasserturm zu einem höheren Verkehrsaufkommen.

Der Durchstich bedeutet eine zusätzliche Querung für das Straßennetz zwischen der B45-neu und der Rodgauring-Straße mit dem Ergebnis einer Entlastung der K174 zwischen Rodgau und Dietzenbach. Eine solche Verkehrsplanung als zukunftsfähig zu bezeichnen zeigt, wie wenig die CDU- und die ZmB-Fraktion Argumenten zugänglich sind. Eine Ausweitung des Straßennetzes ist häufig mit einer Zunahme des Verkehrs verbunden, so auch hier.

„Wenn wir die Zahlen des Verkehrsgutachtens objektiv zur Kenntnis nehmen, so ist die Planung, sowohl des Weiterbaus der Rodgauring-Straße, als auch des Durchstichs verkehrspolitisch nicht zu verantworten und schon gar nicht finanziell darstellbar“, stellt Patricia Knoll fest. Ohne Förderung durch das Land Hessen belaufen sich die Kosten auf 20 Millionen Euro für beide Maßnahmen. Geld, das die Stadt Rodgau nicht hat.

„Falls sich die gutachterlichen Zahlen ändern und das Land mitfinanziert, wird sich die SPD Rodgau erneut mit diesem Thema beschäftigen“, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Kaiser.

 
 
 

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