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Rodgauer Sozialdemokraten solidarisieren sich mit streikenden Erzieherinnen

Lokalpolitik

Am Donnerstag, den 21. Mai, zogen die streikenden Erzieherinnen und Erzieher in einem Protestmarsch durch Rodgau. Ihr Weg führte sie von vom Ludwig-Erhard-Platz in Dudenhofen zum Rathausplatz nach Jügesheim. Hier versammelten sich etwa 400 Teilnehmer zu einer Abschlusskundgebung, um auf ihre Situation hinzuweisen und der Öffentlichkeit ihre Forderungen deutlich zu machen. „Wir arbeiten am Limit und zwar am oberen während unsere Bezahlung ebenfalls am Limit liegt und zwar am unteren“, so eine der Rednerinnen. Sie machte weiterhin deutlich, dass Eltern und Gesellschaft hohe Erwartungen an ihre Arbeit mit den Kindern stellen würden und sie als Fachkräfte diese auch erfüllten, dass in diesem Fall die Bezahlung aber auch der eines Facharbeiters zu entsprechen hätte. Sie wies außerdem darauf hin, dass der berufliche Nachwuchs ausbliebe, wenn es so weiterginge und dass dies niemand wollen könne.

Die Rodgauer Sozialdemokraten unterstützen den Arbeitskampf und die Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher. Sie sind der Ansicht, dass die Arbeit am Menschen einen besonderen Wert besitzt, der sich auch in ihrer Bezahlung ausdrücken solle. Es sei völlig inakzeptabel, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Qualifikation und ihren Einsatz der Betreuung von jungen und alten Menschen widmeten, im Vergleich zu anderen Tätigkeiten so gering entlohnt würden. Die Mittel dazu seien vorhanden, sie kämen nur nicht da an, wo sie dringend gebraucht würden, nämlich in den Städten und Gemeinden.

Die Sozialdemokraten begrüßen, dass Erzieher und Erzieherinnen sich entschlossen haben, für eine Aufwertung ihrer Tätigkeit und eine bessere Bezahlung zu kämpfen. Das Grundübel der Situation sehen sie in der mangelhaften Finanzausstattung von Städten und Gemeinden. „Das Land quetscht uns aus wie eine Zitrone und zwingt uns außerdem unsere Steuern zu erhöhen. Hier ist dringender Handlungsbedarf geboten“, so der Vorsitzende der Rodgauer SPD, Jürgen Kaiser.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann und erster Stadtrat Michael Schüssler, bekundeten ihre Solidarität mit den Streikenden durch ihre Anwesenheit auf dem Podium. In seinem Grußwort appellierte Hoffmann an den Verband der kommunalen Arbeitgeber, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.