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Neues Abfallsystem - persönliche Erfahrung

Lokalpolitik

Über das in 2009 neu eingeführte Abfallsystem ist vieles kontrovers geschrieben und berichtet worden. Mit seiner Einrichtung waren zwei Ziele verbunden. Erstens sollten die Recyclingquoten gesteigert und zweitens sollte den Bürgerinnen und Bürgern die Chance gegeben werden, durch intensive Mülltrennung den stark gestiegenen Kosten im Bereich der Restmüllverwertung entgegen zu wirken.
Die konkreten Auswirkungen lassen sich an den persönlichen Erfahrungen ablesen, beispielsweise anhand der Entwicklung der jährlichen Kosten.

Im Jahr 2008 musste für eine 50 Liter Tonne 129,60 Euro gezahlt werden. In 2009 lagen die Kosten für die Grundgebür einer 60 Liter Tonne bei 80,26 Euro. Wenn man mit der Anzahl der 13 Mindestleerungen auskam, wie das bei mir der Fall war, entsprach dieser Betrag auch dem Endbetrag. Daraus folgt eine Ersparnis von 49,34 Euro. Das sind 38 % weniger als im Vorjahr.

Fazit, für mich hat sich das neue Konzept gelohnt. Es ist bürgerfreundlich, weil es Kosten senkt und umweltfreundlich, weil es die Recyclingquoten steigert. Wie es die Grafik, die die Offenbachpost hierzu am 12. März 2010 veröffentlicht hat, deutlich zeigt.

Das Gesamaufkommen des Abfalls hat sich in Rodgau hat sich nur sehr gering verändert. Es ist von 9202 auf 8767 Tonnen zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 4,7 Prozent.
Deutlich verringert hat sich jedoch die Restmüllmenge. Sie ist von 8.767 Tonnen im Jahr 2008 auf 4.803 Tonnen in 2009 gesunken. Dies sind nur noch 57 Prozent der ursprünlichen Menge. Den größten Anteil an der Verringerung hat der in 2009 getrennt entsorgte Biomüll mit 2839 Tonnen. Ein Teil des Hausmülls findet sich wohl aber auch im Sperrmüll wieder, die Folge davon ist ein Anstieg um 47 Prozent.
Fazit, das System wird angenommen, die Bürgerinnen und Bürger trennen ihren Hausmüll, es schont die persönliche Haushaltskasse und entlastet Umwelt.

Was nicht klappt, ist die Finanzierung der Entsorgung, denn jeden Monat läuft bei der Stadt ein Fehlbetrag von 75.000 Euro auf. Ursache ist eine schlechte Finanzplanung durch die zuständige Dezernetin.

Reinhard Seyer